
Für klare Werte. Und höchste Sicherheit.
Ob bei der Inbetriebnahme, im laufenden Betrieb oder zur regelmäßigen Kontrolle: Hersteller und Betreiber gasisolierter Anlagen benötigen jederzeit verlässliche Informationen über den Zustand der Lösch- und Isoliergase in ihren Anlagen. DILO liefert dafür ein komplettes Spektrum an Geräten, die das Detektieren von Gasen bzw. die Analyse von Gasreinheit, Feuchte, Mischverhältnis, Zersetzungsprodukten und weiteren Parametern ermöglichen.
Ob punktuelle Messung, kontinuierliche Überwachung oder präzise Laboranalytik: Analyse und Detektion erfordern zuverlässige Technik und kompromisslose Präzision. Deshalb deckt das DILO-Produktportfolio jeden Schritt ab: von tragbaren Geräten für den flexiblen Einsatz vor Ort bis zu stationären Systemen für den Dauerbetrieb. Alle Lösungen haben eines gemeinsam: Sie sind speziell für Anwendungen im Mittel- und Hochspannungsbereich ausgelegt und liefern jederzeit normgerechte, exakte und nachvollziehbare Ergebnisse.

Mit dem Ziel, einen wesentlichen Beitrag zur globalen Energiewende zu leisten, arbeiten wir aktiv an der Entwicklung benutzerfreundlicher Technologien für emissionsfreies Industriegas-Handling.
Wenn exakte Daten entscheidend sind: DILO-Messgeräte ermöglichen die präzise und normgerechte Analyse der entscheidenden Gas-Parameter, wahlweise direkt am Einsatzort. Bei Bedarf lassen sich im DILO-Labor noch weitere relevante Werte ermitteln.
FAQ – Gasanalyse
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an unser Serviceteam.
Feuchtigkeit beschleunigt die Zersetzung von SF₆ und begünstigt Korrosion sowie Eisbildung im Inneren der Anlage. Zudem kann sie die Bildung unerwünschter sekundärer Zersetzungsprodukte fördern, was zu Lichtbogenbildung und Geräteausfall führen kann. Deshalb ist die kontinuierliche oder punktuelle Feuchtemessung ein zentraler Bestandteil jeder Gaszustandsbewertung.
Ein gekühlter Spiegel wird im Gasstrom so weit heruntergekühlt, bis sich Kondensation (Betauung bzw. Beeisung) bildet. Die dabei gemessene Spiegeltemperatur entspricht dem Tau- bzw. Frostpunkt. Dieses physikalische Messprinzip gilt als besonders zuverlässig und genau und ist neben der kapazitiven Messung eine der beiden gängigen Methoden.
Nach IEC 60376 liegt der spezifizierte atmosphärische Taupunkt bei −36 °C. Andere Normwerke setzen für die Neubefüllung teilweise 120 ppmv bei −40 °C an, während die amerikanische Norm ASTM D2472-92 mit 71 ppmv bei −45 °C strenger ist. Für bestehende GIS-Anlagen wird häufig ein Grenzwert von ≤ 200 ppmv genannt.
Bei Lichtbögen und Entladungen entstehen im SF₆ mit der Zeit toxische und hochkorrosive Zersetzungsprodukte (u. a. SO₂, HF). Diese Stoffe sind sowohl gesundheitlich relevant als auch schädlich für die Materialien in der Anlage. Ihre Überwachung ist daher aus Sicherheits- wie aus Instandhaltungssicht wichtig. Außerdem können diese Zersetzungsprodukte in Kombination mit Feuchtigkeit korrosive Medien bilden.
Neben dem Taupunktspiegel-Verfahren für die Feuchte kommen hauptsächlich elektrochemische Sensoren (für Zersetzungsprodukte wie SO₂) und die Messung der Schallgeschwindigkeit zum Einsatz. Letztere dient der Bestimmung des Mischungsverhältnisses bzw. der Reinheit, da unterschiedliche Gase unterschiedliche Schallgeschwindigkeiten haben. Die Kombination mehrerer Verfahren in einem Gerät erlaubt es, mehrere Qualitätsparameter in einer einzigen Messung zu erfassen.
Wenn es auf schnelle Gaserkennung ankommt: Tragbare oder stationäre Detektoren von DILO lokalisieren selbst kleinste Leckagen zuverlässig und sorgen so für maximale Sicherheit für Anwender und Anlage, bei gleichzeitig aktivem Umweltschutz.
FAQ – Gasdetektion
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an unser Serviceteam.
Die zulässige Leckrate liegt bei Neuanlagen üblicherweise bei 0,5 % pro Jahr oder weniger. Sie ist ein wichtiger Referenzwert, mit dem Betreiber die Ergebnisse ihrer Lecksuche abgleichen, um Anlagen als dicht bzw. wartungsbedürftig einzustufen. Diese Leckrate ist jedoch nur ein theoretischer Wert, da ihre Ermittlung sehr aufwendig ist. Laut EU-F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 (Art. 4 Abs. 5) muss jede festgestellte Leckage unverzüglich repariert werden. Bei Einrichtungen, die einer Dichtheitskontrolle unterliegen, ist der Reparaturerfolg zudem frühestens nach 24 Stunden Betriebszeit, spätestens jedoch innerhalb eines Monats von einer zertifizierten Person zu prüfen. Elektrische Schaltanlagen müssen nach Art. 5 nicht auf Dichtheit kontrolliert werden, wenn ihre geprüfte Leckagerate unter 0,1 % pro Jahr liegt (laut technischen Spezifikationen des Herstellers und Kennzeichnung) oder wenn ein Sensor zur Überwachung von Druck bzw. Gasdichte mit automatischem Warnsystem vorhanden ist.
Verbreitet sind unter anderem NDIR-Sensoren (nichtdispersiv infrarot), die die Infrarot-Absorption von SF₆ messen und dabei unempfindlich gegenüber Umgebungseinflüssen wie Feuchte oder VOCs sind. Ebenfalls verbreitet ist die Negative-Ion-Capture-Technologie (NIC), die sich durch hohe Sensitivität auszeichnet und auch nach Kontakt mit hohen Gaskonzentrationen ohne Empfindlichkeitsverlust weiterarbeitet.
Tragbare Detektoren werden gezielt an vermuteten Leckagestellen (z. B. Flanschen, Dichtungen) entlanggeführt. Stationäre Systeme überwachen dagegen kontinuierlich die Raumluft in geschlossenen Räumen mit Schaltanlagen und lösen bei Erreichen eines Schwellenwerts einen Alarm aus. Das ist vor allem für den Arbeitsschutz in Schaltanlagenräumen relevant.
Je nach Technologie und Einsatzzweck reicht die Sensitivität von wenigen ppm bis in den ppb-Bereich. Manche stationären Systeme können in großen Schaltanlagenräumen Leckagen von nur wenigen ppb SF₆ in der Luft erkennen.
SF₆ ist ein extrem klimawirksames Gas (GWP von 24.300 nach der aktuellen EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573) und entsprechend streng reguliert. Daher darf auch bei der Leckortung kein Gas mutwillig freigesetzt werden. Detektionsverfahren sind deshalb passiv messend ausgelegt, während bei der begleitenden Wartung Rückführsysteme (Zurückpumpen, Auffangbehälter) zum Einsatz kommen.
SF₆ selbst ist laut CLP-Verordnung nicht eingestuft, gilt nach der Gefahrstoffverordnung aber dennoch als Gefahrstoff, da ihm ein Arbeitsplatzgrenzwert zugewiesen ist. Vor allem die Zersetzungsprodukte sind gesundheitlich relevant. Deshalb ist eine kontinuierliche Raumluftüberwachung in Schaltanlagenräumen aus Arbeitsschutzsicht wichtig, unabhängig von der eigentlichen Gasqualitätsanalyse.
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